Zuviel des Guten?

Shownotes

Lehrkräfte sind darauf angewiesen, dass Schülerinnen und Schüler selbstständig arbeiten und Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen. Das gelingt mal besser, mal schlechter und ist im letzteren Fall auch für Lehrkräfte mit hohen Reibungsverlusten verbunden. Darum hilft es beiden Seiten, wenn Lehrkräfte die Autonomie und Selbstwirksamkeit bei Schülerinnen und Schülern fördern und eigene Grenzen bewusst und transparent setzen.

  • Profitiere davon, dass Schülerinnen und Schüler lernen, eigenverantwortlich zu handeln.
  • Mach dir bewusst, wie bereichernd die Erfahrung von Selbstwirksamkeit für Schülerinnen und Schüler ist.
  • Nutze das Setzen von Grenzen, um eine tragfähige Beziehung zu Schülerinnen und Schülern zu entwickeln.

Im Podcast hörst du Moderatorin Kati Ahl im Gespräch mit Inke Hummel, Pädagogin und Buchautorin.

Transkript anzeigen

00:00:03: Einfach unterrichten,

00:00:05: der

00:00:05: Podcast von Friedrich

00:00:06: Plus aus dem Friedrich-Verlag.

00:00:09: Wir bringen

00:00:10: innovativen

00:00:10: Unterricht

00:00:11: für Lehrkräfte

00:00:12: auf den Punkt!

00:00:15: Herzlich willkommen beim Podcast einfach unterrichten.

00:00:18: Ich habe heute eine Gästin.

00:00:20: die ist Pädagogin und Germanistin.

00:00:22: Sie arbeitet in einer Familienberatung in Bonn und Hallofa Und kennt sich sowohl mit den breiten Fragestellungen von Eltern aus als auch mit Diagnostik.

00:00:32: Sie ist selbst Mutter, Autorin von Fachbüchern und Kinderbücher.

00:00:36: Gerade für Kinder die nicht wie Conny sind, schreibt sie ihre Bücher.

00:00:40: Herzlich willkommen Inke Hummel!

00:00:42: Danke schön ich freue mich sehr dass ich hier sein darf.

00:00:45: Mein Name ist Kathi Ahl.

00:00:46: Ich habe das Vergnügen Ihnen Fragen stellen zu können.

00:00:49: Eigentlich haben Sie das Buch erst mal Für Eltern geschrieben Und das Buch heißt Zu viel des Guten Zu wenig fürs Leben.

00:00:56: Was is denn zuviel des guten?

00:00:58: Zu viel des Guten meint für mich, wenn wir den Kindern in der heutigen Zeit nicht dabei helfen, Herausforderungen und unangenehme Gefühle zu bewältigen.

00:01:10: Sondern das eher für sie übernehmen, schnell besänftigen anstatt auch mal hindurchzubegleiten oder auch sie zu doll animieren ablenken wenn unangenehme Gefühle da sind, z.B.

00:01:24: durch Stress, Langeweile oder was auch immer so an Herausforderungen auf die Kinder zukommt?

00:01:29: Und jetzt kommen solche Kinder, die vielleicht ein bisschen überbehütet sind in die Schule und da haben Sie ja ein passendes Buch geschrieben.

00:01:36: Ups!

00:01:36: Ich komme in die Schule.

00:01:39: mit welchen Gefühlen kommen Kinder in die Schulen?

00:01:42: Also ich habe beobachtet tatsächlich in den Beratungen, die häufig starten, wenn die Kinder vier sind also noch eigentlich weit weg von der Einschulung dass Eltern sich heute mehr und mehr Gedanken machen.

00:01:54: Und häufig auch Kinder mehr und mir Ängste haben vor der Schule, also viele eher nicht so positiv geframte Gefühle haben wenn sie an Schule denken.

00:02:07: Manchmal dann schnell der Gedanke kommt ich muss mein Kind davor schützen wir müssen das noch mal zurückstellen lassen überhaupt Sache aufschieben Anstatt zu gucken was ist denn da?

00:02:17: Und einen Raum aufzumachen für die Kinder diese Gefühle wirklich zu fühlen, zu erkennen auszusprechen und eben auch zu bewältigen.

00:02:25: Als

00:02:26: ich Grundschullehrerin war – ich gebe zu das ist schon momentär – da habe ich gerne mit diesem Bilderbuch gearbeitet.

00:02:31: Willi Wieberg kommt in die Schumel.

00:02:34: Die Wieberg wohnt bei seinem Vater dem Vaterfeld auf.

00:02:37: der gesteht sich immer die Hände, der hängt seine Jacke ordentlich auf.

00:02:41: Der ist irgendwie ganz anders als sonst!

00:02:44: Und er findet dann heraus, dass Willi mit so gemischten Gefühlen auf den Schulanfang schaut.

00:02:51: Er erzählt ihm dann, dass es gerade allen Kindern so geht und womöglich geht's der Lehrerin auch so?

00:02:58: Die Lehrerin erzählt am ersten Tag in der Schule, sie hat sich ein neues Kleid gekauft.

00:03:02: Sie war beim Triseur weil sie bisschen aufgeregt war wie es wird mit dem Schulanfahren.

00:03:07: Willi kommt nach Hause schmeißt die Jacke in die Ecke, vergisst die Hände zu waschen und der Vater weiß, ah, die Welt ist wieder in Ordnung.

00:03:15: Billy hatte keine Angst mehr!

00:03:18: Wie kommt es denn das Kinder mit solchen Gefühlen nicht mehr gut umgehen können?

00:03:24: Also der zweite Titel ihres Buches ist ja zu wenig fürs Leben.

00:03:27: Woher kommt das?

00:03:28: Ich glaube, dass hat sehr verschiedene Gründe und das ist nicht einfach so zu sagen, dass Eltern die zu sehr verwöhnen.

00:03:34: Das ist zu simpel, sondern es hat ja auch die Gründe dass Kinder heute in der Regel sehr früh sehr viel betreut sind zum Beispiel Eltern meistens auch beide arbeiten gehen.

00:03:46: Zeiten fehlen für wirklich die echte Begleitung.

00:03:51: wie gehe ich mit solchen Herausforderungen um?

00:03:54: wo will man das im Alltag noch unterkriegen?

00:03:56: Der Alltag ist häufig sehr sehr voll gepackt und da in solche Phasen zu kommen, die das auch aushalten können.

00:04:05: Das ist heute die Herausforderung, die ich bei ganz vielen Familien sehe und da denke ich ja spielt das sehr mit rein was sie jetzt aus dem Buch gesagt haben.

00:04:16: es ist schon wichtig auch die Kinder mal zu beobachten und dann zu überlegen wo kann das herkommen?

00:04:23: Und mit ihm gemeinsam zu schauen wie kannst du damit umgehen.

00:04:27: Das versuchen wir, glaube ich häufig.

00:04:29: Es gibt auch alle möglichen Bücher zum Thema und Ideen was man so machen kann aber wirklich diese Ruhe miteinander zu haben wo nicht noch irgendwas anderes reingredigt.

00:04:38: das muss man sich häufig wirklich sehr bewusst holen.

00:04:42: und gerade zum Thema Schulanfang finde ich auch muss man es sehr bewusstholen noch mit rein geredet die Verantwortung weil sich selber zu lassen auszuhalten dass das Kind vielleicht nicht nach zweimal Buch lesen jetzt plötzlich die Idee, in die Schule zu kommen tollfindet.

00:04:59: Sondern dass das auch bleiben darf dieses Gefühl eine ganze Weile und vielleicht jetzt auch in den Herbstferien immer noch so ist?

00:05:08: Es klingt so als müssten Kinder früh funktionieren und Eltern müssen ja auch funktionieren.

00:05:14: Ist dieses Kompensieren von unangenehmen Gefühlen vor schwierigen Situationen auch

00:05:20: ein

00:05:21: Effekt von schlechtem Gewissen in Kindern gegenüber?

00:05:24: Das beobachte ich so.

00:05:25: Dass das auch was mit schlechtem Gewissen, mit Schuldgefühlen zu tun hat aber eben auch mit einem Zeitmangel.

00:05:31: Aber es ist ein bisschen das was wir zum Beispiel auch kennen aus Trennungsfamilien wo man dann immer so ein bisschen aufpassen muss dass man nicht in so einen Verwöhnen kommt weil einem das Kind so leidt.

00:05:41: und das ist eben das Was ich auch sehe und wo ich die Eltern immer mitnehmen möchte dass sie eigentlich ein kind was sich ständig verwöhnen dass Sie dem echt etwas antun weil dem viele Dinge schwerer fallen.

00:05:55: Das kann so was sein, wie Freundschaften aufrecht erhalten.

00:05:59: Weil ich mich ja auch anpassen muss an das, was mein soziales Umfeld so möchte.

00:06:04: und wenn ich mich nie gut anpassen musste kontinuierlich auf eine gesunde Art sondern immer nur da ganz doll anpassen und da musst du dich überhaupt nicht mehr anpassen dann fehlt dieser Mittelweg der eben wirklich mit Selbstwirksamkeit und Autonomie zu tun hat.

00:06:21: Wenn ich das übertrage auf den Schulalltag, dann habe ich zwei Ideen dazu.

00:06:25: Zum einen sind Lehrkräfte auch so und dass sie überkompensieren, dass sie zu vieles guten tun.

00:06:31: Und zum anderen haben Lehrkräften ja diese Eltern und Kinder in der Schule.

00:06:37: Lassen Sie uns mit der Frage beginnen!

00:06:40: Also dieses vielleicht etwas verwöhnete Kind mit Eltern die überkcompensieren kommt in die Schule.

00:06:46: Welche Herausforderung bringt das für Lehrkräftel?

00:06:50: Also das ist was, was ich auch in Fortbildung mit Lehrkräften oder Personal aus der Nachmittagsbetreuung immer sehr intensiv angucke.

00:06:57: Weil es auch eine Beobachtung ist die ich da immer höre und dann möchte ich da erst mal die Herzen dafür öffnen dass das nicht Eltern sind, die einfach ihren Prinzen oder ihr Prinzesschen auf den Sockel stellen sondern dass das eben Gründe hat wo das herkommen kann, dass das heute auch vermehrt so der Fall ist Und das ist nicht hilft, wenn wir den mit pflapsigen Wörtern oder so was begegnen.

00:07:21: Sondern wirklich mit einem Mitgefühl, wo es vielleicht herkommt, damit wir sie auch abholen können und sie ermutigen können, dass eben ein... Auch fürs Kind – und auch für die Eltern-Kindbeziehung besserer Weg ist– auch mal etwas zuzumuten und zu gucken.

00:07:36: wie kann ich eben irgendwas schaffen anstatt es übernehmen und immer wieder ins vermeiden gehen?

00:07:42: Das ist so'n wichtiger Punkt!

00:07:44: Und da schaue ich mit Fachkräften zum Beispiel hin.

00:07:47: Ja, wie kann man in so ein Gespräch gehen?

00:07:49: Dass man die Eltern nicht gleich vor den Kopf stößt und gleich miteinander ins kurze Gras kommt sondern wirklich hinschaut okay ja das ist vielleicht doch nicht ganz so gut Man könnte es auch anders machen.

00:07:59: Was sind denn so Klassiker?

00:08:01: Klassische Situationen in denen man sich da in die Haare kommt oder ins kurzen Gras Kommt wie sie gesagt haben?

00:08:08: Beispielsweise wenn ich einen Kind habe dem ist noch sehr schwerfältig zu regulieren und in Ruhe, in Konzentrationen, in Fokus zu kommen sich auch mal zurückzunehmen der Klassengemeinschaft.

00:08:20: Dann habe ich häufig Eltern die man auch so ein bisschen als Profi-Eltern vielleicht bezeichnen kann.

00:08:25: die wissen alles mögliche über Regulation und erwarten einfach das alles Mögliche gemacht wird in der Schule und dass sie Lehrkräfte das auch alles wissen müssen und haben oft ein negatives Bild von Lehrkräften.

00:08:37: Da passiert es schnell, dass Lehrkräfte sich natürlich vor den Kopf gestoßen fühlen.

00:08:41: Weil ihnen so gar nichts zugetraut wird oder weil sie auch merken da ist Misstrauen mir gegenüber und Eltern auf der anderen Seite eben auch nur denken ja mein armes Kind und eigentlich bin ich auch gar nicht froh das jetzt diese Schule gehen muss.

00:08:53: Und da möchte ich wirklich beide Seiten für öffnen zu sehen, dass es wichtig ist in dieser aeinander Arbeit im Grunde zu kommen von der wir ja auch in einer Kita immer schon sprechen, dass wir miteinander gucken Wo steht das Kind und was braucht es?

00:09:08: Es braucht gar nicht immer die totale Sonderlocke, sondern es reicht manchmal aber auch dass wir ein bisschen drauf eingehen.

00:09:17: Und dass wir erst mal gucken, was braucht dieses Kind damit es bestimmte Dinge schaffen kann?

00:09:22: und wie geht das aber auch im Klassenkontext mit unter Umständen dreißig anderen Kindern.

00:09:26: Das klingt so als würden Eltern und Lehrkräfte da relativ schnell in eine Konkurrenzsituationen kommen, also Profieltern und Lehrkräfte.

00:09:34: Als Lehrkraft!

00:09:35: Mir begegnet jetzt eine Profimutter die vielleicht mir vermittelt ich weiß darüber fast mehr als sie.

00:09:41: mein Kind ist.

00:09:41: so-und-so mein Kind is hoch sensibel.

00:09:43: es gibt ja bestimmte Vokabeln die schnell fallen.

00:09:48: wie kann ich denn ans Lehrkraft eine Situation gestalten um aus dieser Konkurrence gut wieder rauszukommen?

00:09:54: Gibt's da so magische Sätze?

00:09:57: Also ich finde immer erst mal den Gedanken ganz wichtig, sich voneinander zu interessieren.

00:10:02: Und das geht am besten indem man einander erst einmal Fragen stellt also beispielsweise was versprechen sie sich davon?

00:10:09: Welche Erfahrungen haben Sie schon gemacht?

00:10:11: Könnten Sie sich vorstellen dass man das umsetzen kann auch mit anderen Kindern?

00:10:14: wie wäre Ihre Idealvorstellung damit die Eltern erstmal aufmachen und sich nicht so angegriffen fühlen oder in einer Situation wähnen, dass man sie ja nur ablehnen kann?

00:10:27: im Grunde.

00:10:27: Das glaube ich ist so das Wichtige egal ob ich jetzt mit Eltern Lehrkraft berate wie die in Kontakt gehen sollen oder vielleicht auch Eltern mit Großeltern ne?

00:10:37: Die unterschiedliche Vorstellungen haben von Erziehung.

00:10:40: also das ist der Gedanke sich erst einmal für einander interessieren.

00:10:44: und dann ist meine ganz persönliche Erfahrung beruflich wie privat Dass die meisten Eltern und die meisten Lehrkräfte ganz gut zusammenkommen können.

00:10:52: Ja

00:10:53: Als ich noch Kotolehrerin war, habe ich Gespräche gerne geführt bevor sie dringend wurden.

00:10:59: Also habe sozusagen ein Gespräch angesetzt wo man sich ganz offen und ohne irgendein auslösendes Problem unterhalten konnte Und ich hab die Erfahrung gemacht dass das sehr viel Vertrauenschaft Das könnte ja vielleicht auch eine Möglichkeit sein um den Weg zu ebnen nicht erst dann zu sprechen wenn Probleme auftreten Die dann sich gegenseitig so im Ping-Pong hin und her geschoben werden.

00:11:21: gibt es denn auch Lehrkräfte, die überbehüten und mehr Autonomie fördern könnten?

00:11:27: Es ist mir schon begegnet.

00:11:29: Weil sich viele Lehrkräften ja nach dem Studium noch weiter dafür interessieren, was tut sich pädagogisch?

00:11:37: Was ist da so unterwegs in der Welt?

00:11:40: Und gerade die bedürfnis- oder beziehungsorientierte Pädagogik wird immer mehr in Fachbücher gebracht an Fachkräftere angetragen Und da habe ich auch schon an verschiedenen Stellen erlebt, dass man damit so ein bisschen übers Ziel hinaus schießen kann.

00:11:56: Für mich ist wirklich dieser Gedanke immer wichtig einen gesunden Mittelweg zu finden zwischen das will ich auf gar keinen Fall mehr wie es früher war und was Neues.

00:12:05: Ich will das Kind sehen.

00:12:07: Ich nenne das in meiner Arbeit zugewandtes Zumuten.

00:12:10: Das ist eigentlich das, was immer oben drüber steht wenn wir eine Lösung finden.

00:12:14: Zumuten bedeutet eben wirklich Lerngelegenheiten zumuten.

00:12:18: Einen Wachsen und Entwickeln kann nur entstehen, wenn ich auch in Situationen kommen darf wo ich auch mal heraus gefordert bin Aber das eben auf eine zugewandte Art.

00:12:27: Ich muss das Kind nicht beschämen, ich muss nicht bestrafen, ich muß nicht in eine Distanz fallen Sondern ich kann dem Kind Zugewandt bleiben Auch wenn ich sehr klar oder kurz formuliere oder sowas.

00:12:38: Das ist für mich der Weg an den man sich immer Mal wieder erinnern sollte Sowohl als Elternteil Fachkraft.

00:12:45: Zugewandtes Zumuten beschreibt die Haltung.

00:12:49: Lassen Sie uns doch nochmal auf konkrete Beispiele schauen, ich hätte jetzt ein solches Kind das vielleicht überbehütet ist und ich merke die Autonomie ist noch nicht sehr weit ausgeprägt.

00:12:58: was könnte ich konkret im Unterricht tun?

00:13:01: Da finde ich ganz wichtig dass wir eben nicht in so ein krasses fordern gehen.

00:13:05: Ich habe das ganz oft Wenn ich zum Beispiel ein Kind habe, was noch so sehr schüchternängstlich wirkt.

00:13:10: Nicht sehr selbstständig!

00:13:11: Dass dann immer gleich vorgeschlagen wird.

00:13:13: dieses Kind muss dringend in den Fußballverein.

00:13:16: Dann muss es das ja alles lernen und ich halte das für den falschen Weg.

00:13:20: zugewandtes Zumuten bedeutet auch dass ich kleine Schritte gehe Und dann ist es wichtig, dass das Kind erst mal diese Kompetenzen für sich selber zu sorgen.

00:13:29: Anderen ein bisschen mitzudenken und selbstständiger zu werden in einem kleinen Rahmen lernt und nicht noch eine Herausforderung Teamsport.

00:13:38: Dass man wirklich schaut wo in der Schule kann ich vielleicht kleine Situationen herstellen?

00:13:42: Mit ein paar anderen Kindern!

00:13:44: Dass das Kind nach und nach in eine Selbständigkeit kommt beispielsweise wenn es immer nach dem Unterrichter steht und seine Sache nicht zusammenfinden kann Dass ich dann gucke, wie kann ich eine Hilfestellung geben?

00:13:56: Das ist erst mal vielleicht nur sich um die Kleidungsstücke kümmert oder so.

00:14:00: Also dass es ein kleiner Ausschnitt wird wo es nach und nach Ideen bekommt.

00:14:03: Ah ja!

00:14:04: So könnte ich mich daran erinnern das ich nichts vergesse.

00:14:07: Das ist im Grunde so dieser Gedanke, dass man so ein bisschen in kleinen Treppenstufen vorgeht Und wenn man merkt was funktioniert mit dieser kleinen Treppendrufe Dann kann man manchmal auch relativ schnell die Treppen stufen.

00:14:18: größer machen

00:14:20: Das bedeutet schrittweises Anleiten.

00:14:23: Ich frage mich, ob das auch bedeutet mehr Zeit zum Spielen zu geben?

00:14:26: Denn Spiele die Kinder miteinander spielen bieten ja auch viele Lernsituationen.

00:14:32: Mhm ich finde ganz ganz toll viele Kartensets, die da auch anleiten oder Ideen mitgeben zu sozialen Spielen zur regulativen Spielen Damit die Kinder miteinander solche Situationen entwickeln können.

00:14:46: Und tatsächlich im Grundschulalter ist es ja auf jeden Fall noch so, dass Spielen ähnlich wichtig ist wie sprechen für die Kinder um Dinge zu verarbeiten und sich auch zu erarbeiten.

00:14:57: deswegen ja Rollenspiele zum Beispiel unbedingt.

00:15:00: Lassen Sie uns nochmal über die Grenzen sprechen.

00:15:02: bis jetzt haben wir gesprochen wie wir die Autonomie fördern können.

00:15:06: Kinder und Eltern die sehr im Überbühlen sind, sind vielleicht auch gewohnt.

00:15:10: Sehr viel zu bekommen!

00:15:11: Wie kann man da als Lehrkraftgruppe Grenzen setzen?

00:15:15: Da finde ich auch immer wichtig nochmal sich zu erinnern dass dieses Grenzen sehen und einhalten können ja in den Bereich Sozialkompetenz gehört.

00:15:25: Ich kann aber nur sozial kompetent sein wenn ich ich Kompetent bin also wenn ich mich mit mir gut auskenne ganz gut spüren kann.

00:15:33: Wann wird's mir zu viel, wie kann ich damit umgehen?

00:15:36: Wenn ich mich so oder so fühle.

00:15:38: Das heißt wenn ich merke das Kind ist nicht so richtig sozial kompetent übergeht ständig meine Grenzen ruft rein oder macht irgendwas was es so denkt hat auch ständig Stress mit anderen in der Klasse dann finde ich wichtig zu schauen wie ich kompetente ist denn das Kind und eher auf dieser Ebene auch den Eltern eine Anregung zu geben.

00:15:57: was braucht das Kind vielleicht noch um sich selber besser zu spüren Ideen zu bekommen für bestimmte Strategien, wie kann ich mich mal kurz stoppen bevor ich fordere?

00:16:07: Bevor ich handgreiflich werde oder was auch immer.

00:16:11: Also auf dieser Ebene eher zu gucken das ist es eine und das andere ist finde ich auch dass wir als Erwachsene egal jetzt ob Eltern oder Lehrkräfte mit den Kindern sprechen und zwar nicht nur über hast du falsch gemacht so soll es gehen sondern auch über uns.

00:16:29: wo kennen wir die gleichen Probleme die das Kind Hat, kennen wir die heute noch im Kollegenkreis?

00:16:34: Kennen wir die noch von früher als wir selber zwölf waren oder sechs?

00:16:38: und dann mit dem Kind so zu überlegen.

00:16:40: Wie bin ich denn damit umgegangen?

00:16:41: Wie habe ich das gelernt?

00:16:42: Das ist ein ganz wertvoller Impuls auch für Lehrkräfte, dem Kind zu zeigen nicht du bist falsch, du bist der Einzige, der das falsch macht sondern das ist ein Lernthema für alle Menschen und jeder ist da so ein bisschen unterschiedlich wie beim Fahrradfahren auch.

00:16:55: Der eine kann es mit vier, der andere erst mit neun.

00:16:58: ist das bei der Ich-Kompetenz und bei der Sozialkompetenz auch.

00:17:01: Das, finde ich, macht uns viele Türen auf!

00:17:04: Ein typischer Konflikt zwischen Kindern und Eltern ist ja die Smartphone-Nutzung.

00:17:09: Und im Moment sind Handyverbote überall in Gespräch, Frau Hummel.

00:17:12: Was bedeutet das?

00:17:13: Zwischen Überbehütung vermeiden und Konflikte aushalten und aushandeln lernen für die Smart phone-Nutzen?

00:17:22: Es ist ein total wichtiges Thema, was ja einfach immer früher ... Thema wird und auch in den Elternabenden, die ich so mache.

00:17:28: Immer Thema ist egal ob wir ursprünglich über schlafen oder über Schüchtern halt gesprochen haben.

00:17:33: irgendwann kommt immer eine Medienfrage und Ich finde so wichtig in dieser Diskussion dass wir nicht nur dabei hängen bleiben wollen Wir ein verbot und bis wann soll das gelten?

00:17:43: sondern Dass man wirklich auch drauf schaut welche Wehigkeiten Welche bewältigungskraft brauchen Kinder?

00:17:51: Die wir ihnen als wie mitgeben und zeigen müssen, damit sie eben nicht bei unangenehmen Gefühlen zum Tablet oder zum Smartphone greifen sondern in positiven Situationen.

00:18:03: Dass man gleich so eine Suchtprophylachse dabei hat, damit nicht bei langweilen oder kurz mal warten müssen immergleich der Griff dahingeht ist ja bei uns Erwachsenen auch oft genug ein Thema.

00:18:14: aber dass wir wirklich auf diese Fähigkeiten gucken, die es braucht.

00:18:18: Bevor wir über Verbote sprechen ist ja auch ein legitimes Thema.

00:18:22: aber das finde ich viel wichtiger und das ist tatsächlich auch ganz großer Part von soviel des Guten.

00:18:29: zu wenig fürs Leben dieses wie?

00:18:32: Wie gehe ich mit langweiliger Stress unmut denn um?

00:18:37: auf bewältigungskräftige Art und nicht indem ich irgendwas betäube.

00:18:43: Die bewältigungskräfte Art merke ich mir.

00:18:46: Zu viel des Guten, zu wenig fürs Leben ist ein gleichzeitig empathischer Ansatz der trotzdem die Überbehütung und das Überkompensieren vermeidet.

00:18:58: Und stellt die Kinder in den Fokus mit der Begleitung, die sie heute brauchen.

00:19:02: Heute geht es darum wie Lehrkräfte autonomie fördern und gleichzeitig überbehüten vermeiden können.

00:19:08: Vielen Dank Frau Hungel!

00:19:15: der Podcast

00:19:16: von Friedrich Plus aus dem Friedrich-Verlag.

00:19:19: Wir

00:19:19: bringen innovativen

00:19:21: Unterricht

00:19:21: für Lehrkräfte

00:19:23: auf den Punkt!

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