Mathematik: Begabungen förden

Shownotes

Fordern dich einzelne Schülerinnen und Schüler heraus, weil sie direkt die Lösung sehen, unkonventionell denken oder sich tief in ein mathematisches Problem bohren und weitreichende Fragen stellen? Und was genau traust du den anderen in deiner Klasse zu? Wir zeigen dir Elemente der Begabtenförderung, die du in den Unterricht integrieren kannst und die sogar Teil des Schulalltags werden können. Mit offenen, spannenden Aufgaben, die die gesamte Klasse bearbeiten kann, kannst du Talente entdecken und fördern. Unsere Top-Tipps für deinen Unterricht:

  • Talente und Potenziale werden erst durch wiederholtes Anwenden zu Stärken. Offene, substanzielle Problemfelder geben dazu Raum. Sie lassen vielfältige Lösungswege und unterschiedliche Herangehensweisen zu und machen Potenziale sichtbar.
  • Beobachte deine Schülerinnen und Schüler beim lauten Denken und lerne ihre Problemlösestile kennen.
  • Begabungsförderung lädt dich ein, neue Unterrichtsformate auszuprobieren: von Enrichment-Aufgaben oder Wettbewerben über modularisierte Zusatzangebote bis hin zu Projektarbeit oder forschendem Lernen. Davon profitiert die gesamte Klasse.
  • Mache dich auf die Suche nach Möglichkeiten für weiterführende Förderung, wie Drehtürmodelle, AGs oder außerschulische Angebote.

Mehr dazu erfährst du in der Ausgabe 245 „Begabungen födern - Potenziale entfalten“ von mathematik lehren, erschienen im Friedrich Verlag.

Im Podcast hörst du unseren Moderator Tim Kantereit im Gespräch mit Ralf Benölken (Professor für Didaktik der Mathematik mit dem Schwerpunkt sonderpädagogisch relevante Fragestellungen an der Universität Wuppertal)

Transkript anzeigen

00:00:04: Einfach unterrichten, der

00:00:05: Podcast von Friedrich

00:00:06: Plus aus dem Friedrich Verlag.

00:00:09: Wir bringen innovativen Unterricht für Lehrkräfte

00:00:12: auf den Punkt.

00:00:15: Herzlich willkommen bei Einfach Unterrichten Mathematik, dem Podcast vom Friedrich Verlag.

00:00:20: Ich bin Tim Kantreit und heute geht es um ein spannendes und vielseitiges Thema, das mir sehr am Herzen liegt.

00:00:26: Begabungen fördern und Potenziale entfalten.

00:00:29: Vordernd dich manchmal einzelne Schülerinnen und Schüler besonders heraus, weil sie... auf unkonventionelle Lösungswege kommen oder sich tief in ein mathematisches Problem hineinbohren?

00:00:39: Oder fragst du dich, wie du Talente in deiner Klasse entdecken und fördern kannst?

00:00:44: Genau darum soll es heute gehen.

00:00:46: Ich freue mich sehr, dass ich dazu Professor Ralf Benölken von der Bergischen Universität Buppertal begrüßen darf.

00:00:53: Ralf, herzlich willkommen im Podcast.

00:00:55: Ja, vielen Dank für die Einladung und die Möglichkeit hier zu sein.

00:00:57: Gerne.

00:00:58: Du bist Professor für die Daktik der Mathematik mit dem Schwerpunkt Donderpädagogisch relevante Fragestellungen.

00:01:05: So könnte man es vielleicht formulieren.

00:01:06: Du forscht und leerst zur Förderung mathematischer Begabung und Potenzialentfaltung und dazu, wie man alle Schülerinnen und Schüler in der oder in dem Unterricht ideal beteiligen kann.

00:01:19: Ja, und du hast eine Ausgabe in der Mathematik Lehren zu diesem Thema.

00:01:24: Begabungen fördern herausgegeben.

00:01:27: Das stimmt.

00:01:29: Genau.

00:01:30: Sehr schön.

00:01:30: Dann freue ich mich, dass du da bist.

00:01:32: Wir sprechen heute über Begabung im Mathematikunterricht, wie wir Potenziale sichtbar machen können, wie wir sie fördern können.

00:01:40: Und dabei werden wir uns drei Fragen widmen.

00:01:44: Erstens, wie können offene und spannende Aufgaben helfen, Talente in der gesamten Klasse zu fördern?

00:01:51: Zweitens, welche Unterrichtsformate eignen sich besonders, um Begabungen zu unterstützen?

00:01:57: Und drittens, Welche Impulse kann die Begabtenförderung uns Lehrkräften für unseren eigenen Unterricht geben?

00:02:05: Und dazu gibt es natürlich auch jede Menge praktische Tipps und Ideen, die man dann direkt im Unterricht ausprobieren kann.

00:02:11: Ralph, wir lassen uns mal einfach direkt anfangen.

00:02:14: Was sind so die wichtigsten Erkenntnisse oder Botschaften, die du mit der Ausgabe Mathematik Lehren vermitteln möchtest?

00:02:24: Also zunächst muss ich vielleicht mit einem Vorurteil aufräumen, wenn man diese Stichwort Begabung hört, dann denkt man vielleicht unmittelbar an das Konstrukt Hochbegabung.

00:02:35: Also Kinder, Schüler, Innen mit sehr, sehr hohen Intelligenzpozienten.

00:02:40: Es ist ein sehr anerkanntes und auch verbreitetes Phänomen.

00:02:46: Also mein Decke zum Beispiel aus dieser alten Serie Big Bang Theory und Schäden Cooper, so stellt man sich klassisch die Hochbegabten vielleicht vor.

00:02:54: Das ist aber nicht die mathematikdidaktische Sicht auf das Phänomen, sondern zunächst mal gibt man schon in der mathematikdidaktischen Forschung davon aus.

00:03:05: dass man erstmal gar nicht auf die Leistungsebene guckt.

00:03:07: Also diese Intelligenz-Prozentenvorstellung, ich bemesse etwas mit einem Test, ist für uns weniger relevant, sondern wir versuchen, die Potenziale der Kinder zu erfassen und gehen eigentlich davon aus, dass man bei allen Kindern einen guten Hebel hat, sag ich mal.

00:03:23: Wir fassen dann einen Begabt sein.

00:03:26: für Mathematik als ein Begabtsein für mathematisches Tätigsein auf, also für typische mathematische Aktivitäten, Bereich spezifisch, Fähigkeiten im Strukturieren gehören zum Beispiel dazu, Fähigkeiten, Gedankengänge umzukehren, aber auch so eine besondere... Sensibilität, ein Gefühl für Zahlbeziehung beispielsweise oder auch ein Gefühl dafür, wann man eine Argumentation als schön empfindet.

00:03:50: Also wenn ich das redig verstanden habe, heißt das, wenn man jetzt von Begabung, Förderung spricht, dass es jetzt nicht speziell um Hochbegabte geht, sondern dass wir versuchen bei allen Kindern zu gucken, Begabungen zu entdecken und dann entsprechend zu fördern.

00:04:07: Genau, natürlich schließen wir diese Gruppe der in Anführungsstrichen Hochbegabten mit ein.

00:04:13: Wir unterscheiden dann zwischen Begabtentförderung.

00:04:16: Da meinen wir eher die besonders interessierten, besonders begabten, besonders leistungsfähigen und auf der anderen Seite Begabungsförderung, Potenzialförderung.

00:04:24: Damit meinen wir alle Kinder.

00:04:26: Und das ist so der Fokus des Heftes, dass wir versuchen mit gewissen Mathematikangeboten.

00:04:32: ein Fragment für die Unterrichtsgestaltung und Fachmathematik bereitzustellen, um allen lernende Plattformen zu geben, um auf spannenden Wegen ihre Potenziale in Mathematik zu entfalten.

00:04:44: Wie

00:04:44: kann ich mir das denn vorstellen?

00:04:45: Also wie fördere ich Begabung im Mathematikunterricht?

00:04:49: Ja, im Mathematikunterricht gibt es ja eine Sache, die, ich sage mal, mindestens so wichtig ist wie in anderen Fächern und zwar Aufgaben.

00:04:57: Ich habe bis heute viele Eindrücke darüber.

00:05:01: dass Mathematikunterricht sich immer noch stark an Kalkülen, Algorithmen, Kochrezepten ausrichtet, an Dingen, die man nun mal so abspulen können muss für eine Klausur der Klassenarbeit.

00:05:15: Demgegenüber versuchen wir eigentlich eher sehr komplexe Aufgaben vorzulegen, die sehr unterschiedliche Entdeckungen, Zugänge, Lösungswege, Lösungsdarstellungen, Möglichkeiten vor Kooperation und Kommunikation aufwerfen.

00:05:33: Mit anderen Worten, das ist grob gefasst zu einem Beitrag zu einer Aufgabenkultur, die auf eine natürliche Differenzierung setzt, ausgehend von den Lernenden.

00:05:43: Und jetzt wird so ein bisschen, glaube ich, auch ein Schuh daraus, wenn man sich vorstellt, man hat vielleicht eine Forschungsfrage, die alle gut verstehen können.

00:05:50: die man auf einem fachlich betrachtet relativ zugänglichem Niveau bearbeiten kann, aber auch außerordentlich tief gehen.

00:05:56: Und wenn jetzt vergleicht man diese Entdeckung in der gemeinsamen Diskussion, dann kommt man dahin, bis sich Vielfalt hier sehr bereichernd auswählen kann.

00:06:04: Ja,

00:06:04: das Wort natürliche Differenzierung mag vielen Hörerinnen bekannt vorkommen und die könnt ich vielleicht etwas darunter vorstellen.

00:06:11: Wie würdest du natürliche Differenzierung nochmal kurz definieren?

00:06:15: Was ist das für dich?

00:06:17: Warum ist das so ein wertvolles, so eine wertvolle Technik?

00:06:21: Also Differenzierung erstmal im Allgemeinen, ganz grob gefasst, meint ja Maßnahmen, um Lernen zu individualisieren.

00:06:27: Das kann auf ganz unterschiedlichen... Leveln stattfinden, sei es methodisch oder bei Zeitvorgaben oder halt auch durch wachliche Aspekte.

00:06:37: Man unterscheidet dann verschiedene Formen, insbesondere die innere und die äußere Differenzierung erstmal, die jeweils dadurch gekennzeichnend sind, dass es Steuerungsmechanismen gibt, also zum Beispiel unser traditionelles Schulsystem, dreigliedlich, eine Steuerung nach angenommenen homogenen Lerngruppen.

00:06:55: mit Hauptschule, Realtschule und Gymnasium.

00:06:58: Aber auch die innere Differenzierung, wenn man sich so ein Klassiker nimmt, man bearbeitet oder man bereitet einen Arbeitsblatt in drei Schwierigkeitsstufen vor.

00:07:08: Das braucht man natürlich für ein Mathematikunterricht solche Methoden.

00:07:10: Ich will das überhaupt nicht kritisieren.

00:07:12: Und da hat man ja angenommenerweise drei leichte Leistungshomogene.

00:07:16: Vielleicht eine nach dem Niveau Bundesliga, eine nach dem Niveau Europaliga, eine nach dem Niveau Championsliga.

00:07:21: oder ja mit solchen metaphorischen Vergleichen.

00:07:24: Bitte glaube ich deutlich, was gemeint ist.

00:07:27: Diese Steuerungsmechanismen und diese Idee, die dahinter steht, homogene Gruppen dann einzuteilen, die hat man bei der natürlichen Differenzierung nicht.

00:07:37: Da findet die Differenzierung durch das lernende Subjekt selber statt, also durch die Kinder selber besser gesagt.

00:07:46: Und auch dazu gibt es natürlich verschiedene Wege.

00:07:48: Auf der methodischen Seite sind die klassischen offenen Unterrichtsformen zu nennen.

00:07:52: Beispielsweise schon Stationen lernen bis hin zu Projektarbeit.

00:07:55: Oder auf einer fachlichen Seite kommt da die Bedeutung von Aufgaben zu tragen.

00:08:00: Wenn ich langweilige Rechenpäckchen habe, bei denen es nicht so entdecken gibt, sondern immer nur automatisierend bestimmte Algorithmen eintrainiert werden, dann ist das natürlich im Sinne einer natürlichen Differenzierung nicht sehr bedeutungsvoll, aber wenn ich was entdecken kann.

00:08:13: Und hinterher dann vielleicht meine Überlegungen dazu mit anderen Vergleich und Austausche, dann komme ich so in die Richtung, was natürliche Differenzierung bei mathematischen Aufgabenformaten kennzeichnet.

00:08:25: In der Publikation Mathematik Lehren sprecht er auch von offenen, substanziellen Problemfeldern.

00:08:32: Das sind Aufgabenformate, die diese natürliche Differenzierung ermöglichen sollen und die Potenziale eben halt dann von allen Schülerinnen aktivieren sollen.

00:08:40: Also nicht nur die von besonders leistungsstarken, sondern eben halt von allen und deswegen eben halt auch relativ offen sind, kreative Lösungswege einfordern und auch vielleicht damit verbunden eine tiefe Reflektion.

00:08:52: Kannst du dafür ein Beispiel geben?

00:08:54: Also wie könnte so eine Aufgabe dann aussehen?

00:08:56: Ja, wir haben sehr, sehr viele Beispiele übrigens in dem Projekt Leistung Macht Schule dieser großen Bund-Länder-Initiative entwickelt, gemeinsam mit Schulen und ganz grundsätzlich handelt es sich um ein Format, das sich für Begabungs- und Potenzialförderung und damit auch für Begabtenförderung.

00:09:12: schon sehr etabliert hat und die Zugänge sind sehr sehr vielfältig.

00:09:17: Wichtig ist, dass man diesen fachlichen Tiefgang hat und möglichst so als prototypische Vorstellung, wie ich das eben schon mal kurz angedeutet habe, einen Forschungsimpuls oder eine Forschungsfrage, die gut verständlich ist, aber dann halt diesen Tiefgang ermöglicht.

00:09:32: Hast du so ein Beispiel für eine Aufgabe?

00:09:35: Wie man das mit Schülerinnen machen kann.

00:09:37: Ja,

00:09:37: in dem Themenheft in der Mathematik Lehren sind von geschätzten Kolleginnen einige Beispiele natürlich eingebracht.

00:09:44: Beispielsweise Matthias Müller im Professor, der mittlerweile in der Schweiz tätig ist, hat die Trassierung von Bahnschienen dazu.

00:09:54: in den Blick genommen.

00:09:56: Leitend ist ja immer so eine Forschungsfrage, wie ich schon gesagt, und bei diesen Bandschienen, die sich ja offensichtlich so nach Anschauung in der Ferne zu treffen scheinen, könnte man unterschiedliche Forschungsaufträge generieren.

00:10:11: Die Frage wäre natürlich erstmal, wie kann man das überhaupt modulieren mit welchen mathematischen Mitteln, also zum Beispiel mit Funktionen natürlich?

00:10:19: und dann die Frage, in welcher Art und Weise sich der Bahntrassen überhaupt als mathematisches Modell abbilden lassen.

00:10:29: Das wäre so ein Beispiel, ein Lieblingsbeispiel aus dem Projekt Klassium macht Schule, dass ich habe es ein anderes und zwar das sogenannte Ober-Wollfach-Problem, das noch gar nicht zu Ende gelöst ist.

00:10:40: Wenn man sich diese Metapher nimmt, offene, substanzielle Problemen, fällt da.

00:10:44: Dann schwiegt er für mich immer mit, dass man ein Feld hat, man steht ein bisschen rande und versucht irgendwie bis zum Ende zu gucken.

00:10:51: Und kann es kaum erfassen, man guckt sozusagen bis zum Horizont.

00:10:55: und da steht für mich für diese fachliche Tiefe und auch die Möglichkeit, die Möglichkeit immer noch Anschlussprobleme zu erkunden.

00:11:04: Das Oberwolfach-Problem, Oberwolfach ist in der mathematischen Fachwelt bekannt.

00:11:08: Das ist so ein Forschungsinstitut im Schwarzwald und da ist mir jemand auf die Idee gekommen, zu sagen, Mensch, wenn wir hier für ein paar Tage zu einer Konferenz zusammenkommen, dann treffen wir uns doch immer in der Mensa.

00:11:20: Und da haben wir runde Tische, können wir nicht so die Stühle an die Tische stellen und immer bei allen Mahlzeiten durchwechseln, so dass wir in diesen Tagen, die die Konferenz dauert, alle mal nebeneinander gesessen haben.

00:11:33: Also sagen wir mal, wir haben da drei runde Tische mit zwei haben drei Stühle, ein Zvier Stühle.

00:11:39: Das heißt, wir haben insgesamt zehn Konferensteilnehmerinnen und die Konferenz dauert mal wegen... Sieben Tage kriegt man das mit den Mahlzeiten dann hin, dass einmal alle nebeneinander gesessen haben.

00:11:52: Das ist, glaube ich, gut verständlich, aber fachlich gar nicht trivial.

00:11:56: Es gibt aus der Literatur ein historisches Problem, das nannte man klassisch, ich zitiere das nur, das Fünfzehn-Schul-Mädchen-Problem.

00:12:04: Vielleicht würde man heute besser von Fünfzehn-Kinder-Problemen sprechen und zwar machen die Kinder ein Ausflühen und gehen in einer in einer Reihe, immer die Reihe hintereinander.

00:12:18: und auch da ist dann die Frage, kriegt man das irgendwie so hin, dass alle mal nebeneinander gelaufen sind, dass der das gleiche so in einer kleinen Form und das große ist so heftig von der Mathematik her, das Oberwollfachproblem, dass man für viele Fälle schon Lösungen gefunden hat, aber es ist noch gar nicht mal gemein gelöst und das ist so eine prototypische Vorstellung.

00:12:40: dass man das relativ elementar annähern kann, aber gleichzeitig im Sinne der Feldmetapher immer noch weitergehen kann.

00:12:47: Und das wird in der Ausgabe auch thematisiert und da findet man auch aber auch bestimmt noch weitere Beispiele.

00:12:54: Also es ist ja etwas für KollegInnen, da immer was relativ schwierig ist, eben halt passende Beispiele zu finden.

00:13:02: Also man hat dann eine Vorstellung so und so müsste das sein und so und so sagt es mir die Didaktik, aber ich brauche halt konkrete Beispiele.

00:13:10: Und da wird man auf jeden Fall fündig.

00:13:12: Ja, wir haben entsprechende Handreichungen auch in diesem großen Forschungsprojekt.

00:13:15: Leistung macht Schule mit Schulen gemeinsam entwickelt.

00:13:19: Da gibt es Veröffentlichungen drüber.

00:13:21: Aber die Beispiele in der Mathewelt, die sind wunderbar.

00:13:23: Die Mathewelt ist ja diese Handreichung für Schülerinnen in der Mathematik Lehren.

00:13:28: Und da haben wir drei entsprechende Themen, die schon konkret als Schülerinnenmaterial aufbereitet sind, mit zur Verfügung gestellt.

00:13:34: Da sind ja noch weitere Akzente auch in dem Gesamtheft enthalten, aber hier konkret in der Mathe-Welt-Beilage zum Beispiel das Benäher-System als offene, substanzielles Problemfeld, Quersummen und Querprodukte und dann noch in der Aufgabe zu Kombinationen.

00:13:53: Was vor allem, glaube ich, auch mit anklingt, ist, dass man solche Aufgaben als Schüler natürlich versuchen kann, alleine zu bewerkstelligen, aber das vor allen Dingen auch auf Teamarbeit ankommt, oder?

00:14:04: Grundsätzlich

00:14:04: schließen wir bei der natürlichen Differenzierung mit ein, dass die Schülerinnen selbst über die Wahl der Sozialformen bestimmen können.

00:14:12: Das hat ja unter Umständen auf was mit persönlichen Präferenzen und dem Lerntyp zu tun.

00:14:17: Aber natürlich ist insbesondere auch in diesen offenen substantiellen Problemfeldern angelegt, dass Kommunikation und Argumentation eine ganz wichtige Rolle spielt.

00:14:27: Also das lebt, wie die ich mal anders formulieren.

00:14:29: davon, dass man gerade nicht in seinen eigenen Ideen verhaftet bleibt, sondern dass man mit anderen Kindern in den Austausch kommt und gemeinsam überlegt.

00:14:39: Und ja, dann bis hin dazu, wie man das Ganze vielleicht auch als Wandzeitung oder dergleichen so aufbereiten kann, dass man es anderen vorstellen

00:14:49: kann.

00:14:49: Ich denke, dass auch kooperative Lernformen dann vielleicht ganz gut zum Tragen kommen.

00:14:53: Selbstverständlich, gerade wenn ich mir die methodische Aufbereitung für eine Unterrichtsstunde vorstelle, wo ich vielleicht dann dazu komme, dass ich das mache, wofür ich sonst wenig Zeit nur einrollen kann, dass ich mal von Zeit zu Zeit bewusst sage, ich mache mal eine Forschungsstunde, so einmal im Monat vielleicht, und dann brauche ich ja erst mal... Dieses Momentum, dass die Forschungsfrage für alle klar ist und da dialogische Lernformen mit einzubauen, ich duviere, dass man wirklich alle aktiviert, das kann ich mir sehr gut vorstellen.

00:15:25: Weißt du, wir haben jetzt die ganze Zeit über so Begabung, über Potenziale gesprochen.

00:15:30: Vielleicht sollten wir uns diese Begriffe nochmal genauer anschauen.

00:15:33: Also der Begriff Potenzial wird ja von Begabung und Leistung unterschieden.

00:15:38: Wie können wir als Lehrkräfte in der Praxis diese Begriffe verstehen und berücksichtigen?

00:15:43: Auch da würde ich am liebsten bei der Beschreibung von hinten anfangen.

00:15:47: und zwar gibt es durchaus nachvollziehbarerweise, weil man ja einfach auch viel zu tun hat, oftmals einen hauptsächlichen Fokus auf die Leistungsebene.

00:15:59: Also die Performance, ne?

00:16:01: Die Performance, genau.

00:16:02: Das heißt, man nimmt das, was die Schüler ihnen liefern, in Klassenarbeiten oder auch einfach im Unterricht beitragen und dergleichen.

00:16:11: Wenn wir als Begabungsforschende Versuchen das zu sortieren, dann versuchen wir immer eher auf die Entwicklungsprozesse, Lernprozesse und Denkprozesse hinzuweisen.

00:16:23: Mit anderen Worten, wir versuchen über die Leistungs-, die Performance-Ebene hinaus, eigentlich zu sagen, ja, okay, das ist aber noch nicht alles.

00:16:33: Irgendwie sind doch Schülerinnen dahin gekommen, dass diese Leistung, die wir beobachten können, halt irgendwie ausgeprägt ist.

00:16:39: Aber was steht eigentlich dahinter?

00:16:41: Und dann für uns halt, so wie ich das vorhin schon mal kurz gesagt habe, wie wir Begabung für Mathematik verstehen, sind es dann halt Überlegungen dazu, welche Fähigkeiten hat ein Lerende, eine Lerende im Strukturieren, in der Umkehr von Gedankengängen, welche Gedächtnisfähigkeiten für mathematische Sachverheit hat er oder sie und dergleichen?

00:17:03: Also diese Frage, diese Profile zu erkennen, dieser Blick auf die Potenziale ist für uns immer das Leitende.

00:17:10: Der Begriff Potenzial bezieht sich im Prinzip auf die bestehenden, aber noch nicht ausgeschöpft Fähigkeiten.

00:17:16: Genau, ein Potenzial ist sozusagen eine Voraussetzung für Leistung.

00:17:20: Und Begabung, was ist denn Begabung?

00:17:24: Ja, Begabung passen wir sozusagen als Bereich spezifischen Mittel dazwischen, was ich eben dargestellt habe.

00:17:33: Begabungspotenzial erstreckt sich schlussendlich auf diese bereichspezifisch geprägten Fähigkeiten, die ich eben kurz schon skizziert habe.

00:17:41: Ich habe in deiner Vita gesehen, dass du dich auch mit der digitalen Drehtür beschäftigst und in diesem Projekt mit eingebunden bis es ein Projekt, das angestoßen wurde aus Bremen.

00:17:57: Welche Rolle spielen solche Maßnahmen?

00:18:00: wie zum Beispiel so Dreh-Tür-Modelle für die Förderung begabter Schülerinnen.

00:18:04: Also Dreh-Tür-Modelle versteht man ja auch unter Acceleration

00:18:08: oder auch

00:18:09: in Flight Enrichment Modellen, die ja auch Konzepte sind, die so in der hochbegabten Förderung vorkommen.

00:18:19: Also welche Rolle können solche Maßnahmen spielen?

00:18:22: Ja, tatsächlich ist das von Haus aus einen Enrichment Ansatz geschaffen vor ungefähr fünfzig Jahren von einem amerikanischen Forscher namens Joseph Renzuli.

00:18:31: Und in Deutschland identifiziert man das oft mit Akzelerationsmaßnahmen, so die klassischerweise die Teilnahme am Mathematikunterricht einer höheren Klasse in einem Fach oder so.

00:18:41: Es ist aber nur ein Typus, es gibt da ganz unterschiedliche Typen von Drehtelmodellen.

00:18:46: Ich hatte... Eine erfolgreiche Dissertation zu dem Thema.

00:18:50: Wiebke Auhagen hat für den Bereich Mathematik dazu viel geforscht und hat da insgesamt vier Typen unterschieden, die nicht nur nach Akzelleration, also Stoff schneller lernen oder Stoff anreichern unterscheiden, sondern auch nach dem Grad der Selbstregulierung.

00:19:05: Ob ich, und das war jetzt Rensoulis ursprüngliche Idee, ich mich einem Projekt widme, dass ich selber als Schülerin spannend finde und dafür den Mathematikunterricht verlasse, weil ich den Stoff schon kann.

00:19:16: Oder ob ich am Unterricht einer anderen Klasse teilnehme, sind ja sowas, die Selbsteuerung angeht, zwei ganz unterschiedliche Partien eigentlich.

00:19:25: Ich halte Drehtürmodelle, dann einen Plural, für einen, in diesem Sinne eigentlich sogar noch unterschätztes Instrument.

00:19:36: Weil man ja gar nicht nur bei der mathematischen Begabungsbegabten oder auch nur in Anführungsstrichen nur Interessenförderung bleiben muss, sondern ich kann mir ja genauso gut vorstellen, dass ich beispielsweise vergleichbare Modelle für Leistung schwächere Aufsätze, die dann partiell Mathematikunterricht verlassen, um Grundlagen zu schaffen, sodass die den Anschluss wiederfinden.

00:19:58: Also das kann man schon auch über den Kontext von Begabten und Begabungsförderung hinausdenken.

00:20:04: Nun war deine Frage.

00:20:05: was sowas bringen kann.

00:20:06: Also ich glaube, gerade mit diesem Blick auf die digitale Drehtür, dass man es schafft, Strukturen, die man schulend anbieten kann, zu schaffen, so dass sich im virtuellen Raum Lernde, jetzt bin ich allerdings bei der Begabungsförderung, so vernetzen können, dass die sich auch mal mit Gleichgesinnten, die vielleicht auch Mathematik besonders spannend finden, besonders gerne machen, austauschen können.

00:20:32: Das halte ich für eine... Ganz, ganz spannende Sache.

00:20:36: Da sind wir gerade noch auf dem Weg.

00:20:38: Gerade für den Grundschulbereich haben Kolleginnen von der Universität Gießen da schon einiges gemacht.

00:20:44: Für den Sekundarbereich haben wir im Moment für die digitale Drehthür da etwas in der Entwicklung und hoffen, dass wir ungefähr so ab April, Mai langsam mit Schulen einsteigen können, sowas gemeinsam dann zu planen und dann irgendwann das möglichst breite auch zu wenig zu machen.

00:21:02: Was mir noch einfällt ist, also die Digital Drehtür oder die Drehtür an sich, das Konzept Drehtür, das ist also von dir als Enrichment beschrieben worden.

00:21:12: Es gibt ja sicherlich noch weitere Enrichment-Möglichkeiten.

00:21:14: Also ich stelle mir zum Beispiel auch vor die Teilnahme an Wettbewerben oder wir hatten, glaube ich, vorhin drüber schon gesprochen, projektartige Settings, deswegen jetzt so Formate, bei denen du jetzt auch guten Gewissens sagen kannst, dass wir Enrichment aufgaben oder Formate.

00:21:30: Ja, also Drehtür gibt es wirklich als beides.

00:21:32: Akzelleration wie Enrichment.

00:21:34: Ansonsten ist ja immer so ein bisschen die Frage, was man macht innerhalb der methodischen Organisation.

00:21:40: Wenn ich eine Mathe AG an der Schule mache und ich mache die für die fünfte Klasse und macht da einfach nur das Lehrbuch aus der sechsten Klasse, da mache ich ja Akzelleration, obwohl das vordergründig eigentlich eine anreichende Maßnahme wäre.

00:21:52: Aber immer dann, wenn ich mir Inhalte suche, die den regulären Unterrichtsstoff anreichern oder vertiefen, ohne was vorwegzunehmen.

00:21:59: Da bin ich in diesem Enrichment-Kontext.

00:22:02: Und ja, wie du das gesagt hast, da gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten.

00:22:05: Es gibt tolle Wettbewerbe, also die müssen nicht immer Enrichment-Charakter haben und sind trotzdem noch toll.

00:22:11: Der Känguru-Wettbewerb ist ja beispielsweise eher ein Wettbewerb der Breitenförderung, der auch eine hohe Anerkennungskultur hat und sicherlich äußerst positiv auch dafür wirkt, dass sich Schülerinnen für Mathematik begeistern können, obwohl die Aufgaben noch gar nicht so komplex sind, wie wir das hier vielleicht in unserem Themenheft.

00:22:28: Aber das ist alles in Ordnung bis hin zu solchen Mathe AGs.

00:22:33: Es gibt sehr viele Förderprojekte an Universitäten, an denen Schülerinnen, und zwar alle möglichen Schülerinnen, also jetzt keine Elite auswürst oder so, die gerne Mathematik machen, alle zwei Wochen zur Uni gehen.

00:22:45: und da haben sich so bestimmte Organisationsformen bewährt, die sehr viele Schulen dann auch für die Organisation von Arbeitsgemeinschaften.

00:22:55: Aufgenommen haben.

00:22:56: und ein ganz wichtiger Inhalt sind dann wieder diese offenen substantiellen Problemfelder, die man dann in neunzigminütigen AG-Sitzungen aufnimmt.

00:23:05: Wir könnten da noch über viele weitere Ideen sprechen.

00:23:08: Also beispielsweise finde ich, man könnte sich, das will ich noch kurz sagen, man könnte sich mal Gedanken dazu machen, wie eigentlich mathematische Lektüre aussehen kann.

00:23:20: Mit solchen Büchern wie Fermas letzter Satz von Simon Singh, vielleicht ist das bekannt.

00:23:25: Also, das ist sicherlich auch eine Form von Enrichment.

00:23:28: Aber auf eine innovative Art und Weise, genauso wie vielleicht die eine oder andere Hollywood-Produktion, einem ein Anlass gibt, eigentlich sich mit Mathematik zu beschäftigen, aber mit Zugängen, die man vielleicht so noch gar nicht bedenkt, mal unabhängig von den formalen Typisierung aller Arbeitsgemeinschaft oder Wettbewerb oder den gleichen.

00:23:47: Ich

00:23:48: wollte noch mal ganz kurz, ich glaube, wir haben noch nicht so richtig klar gemacht, was die digitale Drehtür jetzt bedeutet, weil du hast vorhin gesagt im virtuellen Raum und ich würde es vielleicht gerne nochmal ergänzen.

00:23:58: Also es ist halt ein Angebot.

00:24:00: Es gibt verschiedene Kursangebote, die sowohl Asynchron als auch Synchron funktionieren.

00:24:04: Das heißt, es gibt manchmal Kurse, die laufen zu einer bestimmten Uhrzeit.

00:24:07: Das kann morgens sein, das kann auch nachmittags sein.

00:24:11: Entweder macht man es als Schüler als Hausaufgabe quasi oder man kann aber auch sagen um elf Uhr morgens findet das statt und das heißt dann in die klassischen Sende die Drehtür der Unterricht wird verlassen und man geht virtuell in den Raum um diesen Kurs zum Beispiel zu machen.

00:24:30: und gleichzeitig gibt es aber auch Selbstlernangebote die Asenkron ablaufen die man zu jeder beliebigen Uhrzeit machen kann.

00:24:36: das heißt da könnte man auch Schülerinnen sagen ja passt auf Du darfst ein Unterricht auf diese Art und Weise verlassen, in denen du jetzt, ich spreche mal für die Bremer gesetzt und alle Schulen, die auch iPad zur Verfügung haben.

00:24:49: Das in Deutschland weit, glaube ich, noch nicht allzu viele, aber in Bremen haben wir das ja das Glück, dass alle Schüler damit schon ausgestattet sind.

00:24:57: Dann können die Schüler ihr iPad nehmen und einfach quasi... was anderes machen während die anderen Schüler im normalen Unterricht verbleiben.

00:25:04: Also deswegen drehtür um das nochmal deutlicher zu machen und digital halt weil man im virtuellen Raum teilnimmt.

00:25:10: Und unsere Herausforderung ist tatsächlich spezifisch für das Fach Mathematik mit den offenen substanziellen Problemfeldern, die wir auch da machen wollen, dass wir diese Gelegenheiten schaffen, dass uns das Ganze nicht ins digitale Off abgleitet, sondern dass sich Schülerinnen auch wirklich austauschen können, weil das gehört schon zentral dazu.

00:25:28: Du hattest ja vorhin einmal nach Möglichkeiten zur Kooperation gefragt.

00:25:33: Dieser Austausch über die unterschiedlichen Entdeckungen ist, denke ich, da schon ganz essentiell.

00:25:37: Und das dann wirklich hinzukriegen, ist eine Sache, die uns im Moment stark beschäftigt für Mathe.

00:25:43: Ja, das war es jetzt auch leider schon von der Zeit.

00:25:45: Ich würde gerne noch auf die Top-Tipps kommen, die wir vielleicht geben können.

00:25:50: Ich glaube, der erste Tipp, den ich hätte, wäre Potenziale sichtbar machen.

00:25:54: Das heißt, Talente.

00:25:57: Oder Begabungen werden durch regelmäßiges Anwenden und vielleicht auch durch offene, substanzielle Problemfelder gestärkt.

00:26:04: Also solche Aufgaben, wie sie in diesen Problemfeldern vorkommen, sind halt eher offene Aufgabenformate, die unterschiedliche Lösungswege zulassen und Kreativität fördern.

00:26:13: Ein paar Beispiele wird man in der Zeitschrift auf jeden Fall finden.

00:26:16: Ein, zwei haben wir auch schon angesprochen heute.

00:26:18: Um die verschiedenen Problemlösesstile der Schülerinnen kennenzulernen, das wäre jetzt Tipp Nummer zwei, würde man vielleicht zur Strategie lautes Denken kommen.

00:26:27: Der dritte Tipp wäre neue Formate ausprobieren, das heißt Enrichment Aufgaben, wie zum Beispiel die Drehtür Schulkontext zu integrieren.

00:26:37: Und der letzte Tipp wäre eine weiterführende Förderung, also AGs, außerschulische Angebote.

00:26:43: Du hattest die Uni erwähnt, dass das eine tolle Ergänzung sind, um den Unterricht zu öffnen.

00:26:50: Und vielleicht ist es ja alle paar Wochen mal drin, dass man sich Zeit nimmt für eine Forschungsstunde, wo man so ein Problem fällt in seinem Matheunterricht für alle Macht.

00:26:58: Wenn man das hinbekommt, glaube ich, ist es auch schon richtig gut.

00:27:01: Ja, am Ende bleibt festzuhalten.

00:27:03: Jeder und jede hat Potenziale.

00:27:05: Mit der richtigen Erwartungshaltung, mit einer motivierenden Lernumgebung können wir die auch sichtbar machen und fördern.

00:27:12: Ganz nebenbei bringt die Begartenförderung auch nochmal frischen Wind in den Unterricht, zeigt.

00:27:18: wie Mathematik auf unterschiedlichen Ebenen begeistern kann.

00:27:21: Ja, vielen Dank, Ralf, für die spannenden Einblicke und Tipps.

00:27:24: Danke, ist danke dir, Tim.

00:27:26: Ja, das

00:27:26: war es für diese Folge von einfach unterrichten Mathematik.

00:27:29: Wenn dir diese Episode gefallen hat, dann würde ich mich freuen, wenn du einfach beim nächsten Mal wieder zuhörst, wenn eine weitere Folge erscheint.

00:27:39: Bis dahin wünsche ich viel Spaß beim Unterrichten und beim Entdecken neuer Potenziale in deiner Klasse.

00:27:49: Das war Einfach

00:27:50: Unterrichten, der Podcast

00:27:52: von Friedrich Plus

00:27:53: aus dem Friedrichverlag.

00:27:55: Wir bringen innovativen Unterricht für Lehrkräfte auf den Punkt.

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